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    Digitalisierung

    Freizeitangebote in der Region Mecklenburger Seenplatte – Erhöhung der digitalen Sichtbarkeit für Bürger*innen

    12. Februar 2026•
    8 min Lesezeit
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    Freizeit sichtbar machen – für alle in der Seenplatte. Die Mecklenburgische Seenplatte hat viel zu bieten. Doch warum nutzen die Einheimischen die regionalen Freizeitangebote so selten? Eine Projektgruppe sucht nach Antworten.

    Eins steht fest: Die Mecklenburgische Seenplatte hat viel zu bieten. Und neben der Natur, der Ruhe und den 1.000 Seen gibt es auch zahlreiche Freizeitangebote – das ganze Jahr. Leider werden sie kaum genutzt, wenn es im Herbst touristisch ruhiger wird. Und so ist nicht klar, was war zuerst da, die Bürger, die nicht hingehen oder die Anbieter, die im Winter nichts anbieten?

    Diese Krux zu beleuchten, hat sich eine Projektgruppe vorgenommen. Seit Oktober 2025 treffen sich regelmäßig verschiedene Akteure aus Tourismus und Freizeit, um Antworten zu finden und Lösungen zu entwickeln.

    Warum nutzen die Bürgerinnen und Bürger so häufig die regionalen Freizeitangebote nicht? Wie können wir sie erreichen? Welche Hürden gibt es? Welche Aspekte können wir beeinflussen und welche möglicherweise nicht?

    Ziel ist es, die vielfältigen Freizeitangebote in der Region Mecklenburgische Seenplatte sichtbarer zu machen und so den Zugang für Einheimische zu erleichtern. Das schafft nicht nur ein positiveres Image auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger. Es kann schlicht den Alltag verschönern, mehr echte Begegnungen schaffen und das Leben in der Region bereichern. Es könnte auch den einen oder anderen Job außerhalb der Saison sichern.

    1.) Die Akteure

    Bekannt wurde diese Problematik während eines Workshops in Waren (Müritz), bei dem Touristikinfos berichteten, wie schwer es ist, die Einheimischen zu erreichen.

    Das haben Maja Mahlke (Schloss Fleesensee) und Judith Kenk (DIZ Neubrandenburg/Digitales MV) aufgegriffen und im Herbst 2025 das Projekt initiiert.

    Inzwischen sind einige Akteure an Bord, z.B. der Tourismusverband Meckl. Seenplatte, das Land Fleesensee, der Bärenwald Müritz und und und

    Mit freundlicher Unterstützung des Schloss Fleesensees treffen wir uns regelmäßig analog in Göhren-Lebbin, um die Themen voranzutreiben. Die Projektgruppe wächst.

    2.) Fragen, die den Weg weisen

    Als erstes haben wir nachgefragt. Wir wollten die Menschen und ihre Gedanken verstehen um dann passende Lösungen entwickeln. Alle Projektteilnehmenden haben sich beobachtet und Freunde, Bekannte und Mitarbeitende befragt: Warum geht ihr nicht hin? Die Antworten waren eindeutig und weisen dem Projekt den Weg.

    Ich habe keine Zeit!

    Verständlich, wo man lebt, da arbeitet man, pflegt Angehörige, hat Wohnung, Garten, Hund oder Haus. Angehörige müssen gefahren und versorgt werden. Und irgendwann wartet die Couch.

    Ein Punkt also, den wir direkt nicht beeinflussen können, außer mit attraktiven Angeboten, die magnetisch sind.

    Ist mir zu teuer!

    Klar sitzt das Geld außerhalb des Urlaubs nicht so locker. Man gönnt sich weniger, lebt nicht im "Genießermodus". Auch darauf können wir schwer einwirken.

    Ich habe das nicht gewusst!

    Hier wird es interessant!!! Welche Kanäle bespielen die Anbieter regionaler Freizeitangebote? Wo suchen die Menschen, die hier leben die Termine? Hier scheint es eine Lücke zu geben, die wir auf jeden Fall weiter beleuchten.

    Mir sind das zu wenig Informationen!

    Ebenfalls hochgradig spannend. Die Menschen sind verunsichert: Hundefreundlich, barrierefrei, kinderfreundlich?

    Das Risiko, weit zu fahren, Geld auszugeben oder "seine Zeit zu verplempern" ist so groß, dass man dann "eben lieber zu Hause bleibt"! Auch ein Punkt, an dem zu arbeiten ist. Wir brauchen mehr und verlässlichere Informationen.

    3.) Kanal und Sichtbarkeit

    Es ist offensichtlich, dass an dem Thema Digitale Sichtbarkeit gearbeitet werden sollte. Hier sind wir aktiv im Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen vom InnovationPort Wismar, die gerade an einem ganz ähnlichen Thema arbeiten. Hier sollen Freizeitinfos und Stadtinfos (z.B. Müllkalender) in der Hansestadt Wismar miteinander verbunden und den Bürgern zentral zugänglich gemacht werden. Es gibt Kanäle und kleine Communities aber die sind für Neubürger kaum zu finden und existieren "im Schatten".

    4.) Gemeinsam sichtbar werden

    Der nächste Ansatz ist, die vielen kleinen Anbieter gebündelt sichtbar zu machen, mit gemeinsamen Aktionen. Hierfür sind wir im Brainstorming- und Sammelprozess. Was machen andere? Was finden wir gut und was können wir adaptieren?

    Dabei sind uns folgende Aktionen begegnet, die auch Dir eine Inspiration sein können:

    • Ankern im Heimathafen, Rostock
    • "Heimat entdecken" Woche der Führungen für Einheimische in der Region Fischland Darß Zingst (außerhalb der Saison)
    • WhatsApp-Kanal der Region Pasewalk mit Infos zu Veranstaltungen

    Außerdem haben wir überlegt, welche Botschafterinnen und Botschafter, Influencer und Co. wir einbeziehen, um mehr Reichweite zu generieren. Bevor es also in die Umsetzung geht, ist eine Menge zu besprechen.

    Wenn Du Interesse hast mitzumachen – egal in welcher Form, melde Dich! Den nächsten Termin legen wir demnächst fest und spätestens, wenn es richtig los geht, brauchen wir viele Anbieter aus der Region!

    Sobald es entschiedene Neuigkeiten im Projekt gibt, findest Du auch hier eine Fortsetzung.

    Verfasst von Judith Kenk, Februar 2026

    Kontakt: kenk@diznb.de, Instagram oder LinkedIn

    Infos gibt es auch in meinem Newsletter

    Judith Kenk – Die Vernetzerin

    Judith Kenk – Die Vernetzerin

    Judith Kenk hilft Business-Frauen dabei, ein Netzwerk aufzubauen, das stetig Empfehlungen bringt, ehrliches Feedback und echten Support. 2017 gründete sie das Wirtschaftsnetzwerk Netzwerk Seenplatte und baute es innerhalb von sechs Jahren auf über 90 Mitglieder auf. Unter dem Namen "Die Vernetzerin" gibt Judith Kenk ihr Wissen rund um Netzwerk-Aufbau an Business-Frauen weiter – auf Instagram, auf LinkedIn und in ihrem Newsletter. Ihr erstes Buch, "Der Netzwerk-Kompass für Frauen", erscheint im Spätherbst 2026.