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    Starte Deinen Newsletter – Mit Fahrplan statt Zufall

    2. März 2026•
    10 min Lesezeit
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    Der Newsletter, manchmal unglaublich nervig und trotzdem ist er immer noch da! Warum ist das so, solltest Du auch einen Newsletter aufsetzen und wie bleibt man dran?

    Der Newsletter, manchmal unglaublich nervig und trotzdem ist er immer noch da! Woran liegt das? Solltest Du auch einen Newsletter aufsetzen? Was bringt es Dir und wie macht man das eigentlich? Und wie bleibt man dran?

    Wenn du dir diese Fragen stellst, bist Du hier genau richtig!

    1.) Der Newsletter – immer noch state of the art?

    Warum ist der Newsletter noch immer da und warum gibt es so viele davon? Es gibt solche und solche Newsletter. Einige sind wie Massenware, sie schreien Dich an: "Kaufen! Sale! Du musst das tun, um...!"

    Andere kümmern sich um Dich. Sie geben Dir etwas: Informationen, Community und manchmal auch das Gefühl, einen direkten Draht zum Autor oder der Autorin zu haben. Und sie kommen direkt zu Dir, nicht wie Social Media, wo Du aktiv scrollen oder suchen musst. Ganz bequem und direkt in Dein Postfach.

    Ich selbst habe auch einen Newsletter, der sich kümmert. Seit über 5 Jahren verteile ich zu den Themen "Neues. Digitales. Regionales." zahlreiche Informationen aus der Region Mecklenburgische Seenplatte und Mecklenburg-Vorpommern:

    • Termine, wie Workshops oder Veranstaltungen
    • Neuigkeiten
    • Regionale Projekte
    • Förderprogramme
    • Kolumne (bisher Gastbeiträge)
    • Behind the Screens – aus meiner Arbeit als Digi-Lotsin

    Die Abonnentenzahlen steigen sukzessive leicht an. Ich habe Öffnungsraten von 60–75% (üblich sind 10–30%). Meine Link-Klickraten liegen bei knapp 10 bis 25%. Üblich sind 2,5 bis 5%.1

    Übrigens, meinen Newsletter verschicke ich alle 4–6 Wochen, je nach Content. Wenn es einen besonderen Termin oder ein Förderprogramm gibt, das noch dringend raus muss, auch spontan.

    Was hier zu differenzieren ist: Ich verkaufe nichts im klassischen Sinne. Es ist ein reiner Informations-Newsletter und unterliegt anderen Bedingungen. Aber ich bin sicher, dass bei gutem Wording und einer gezielten Analyse, welche Inhalte für Deine Zielgruppe relevant sind, auch Dein Newsletter wie "ein guter Freund" daherkommen kann.

    2.) Warum ein eigener Newsletter?

    Diese Frage zu klären, ist essenziell. Willst Du einen Newsletter, weil andere auch einen haben? Willst Du einen Newsletter, um Deinen Umsatz zu stärken (Vertrieb)? Wen willst Du erreichen (Zielgruppe)? Warum sollten die Menschen Deinen Newsletter abonnieren und öffnen (USP)?

    Es geht also um Deine Ziele und Deine Motivation. Wenn Du "einfach nur so" einen Newsletter rausbringen willst, spar dir die Mühe. Es wird nicht funktionieren – sorry.

    Ein Newsletter braucht Zeit und Strategie.

    Damit du beides klar vor Augen hast, kannst Du hier ein Cheat downloaden, das ich mit ChatGPT entwickelt habe. Nach Bestätigung Deiner Newsletter-Anmeldung bekommst Du es sofort. Füll es aus und Du weißt, ob Du mit Deinem Newsletter starten solltest oder (noch) nicht.

    3.) So wird es Dein Newsletter

    Wenn Du Deine Ziele und Motivation für Dich geklärt hast, dann kümmere Dich darum, dass es Dein Newsletter wird. Kurzum, es ist am besten Du bist einfach Du: Kein Verstellen, kein Copy & Paste.

    Überlege Dir, wie Du die Menschen ansprechen willst. Formell, lustig usw. Und JA! – es ist okay, Deine Meinung zu sagen. Mainstream können die Menschen auch woanders lesen. Zeig Dich in Deinem Newsletter. Das ist DEIN Space. Keiner redet Dir rein (außer die Bedürfnisse der Leserinnen und Leser). Nutze es. Sich hier zu verstecken ist der falsche Ort.

    Kleiner Tipp noch: Keine gestelzten Texte! Schreib wie Du sprichst! Das kommt gut an.

    4.) Baue Newsletter-Comfort für Deine Community auf

    Mit einem Newsletter bewegen wir uns klar im Online-Bereich, d.h.:

    • Kurze Sätze
    • Kurze Absätze
    • Klare Strukturen (Überschriften, Text, Aufzählungen)
    • Sei verlässlich!
    • Ist Dein Newsletter mobiloptimiert und kann unterwegs auf dem Smartphone gelesen werden?
    • Wenn Du verlinkst, achte darauf, dass die Menschen genau da landen, wo sie landen wollen.

    Konzentriere Dich auf gute Texte und kleine Bilder. Mein Newsletter-Programm (by the way, das ist Brevo) weist mich bei einem Gesamtvolumen von 100KB bereits darauf hin, dass der Newsletter von einigen Mailanbietern, wie z.B. Google-Mail nicht komplett dargestellt wird. Das heißt, der Newsletter muss per extra-Klick für die volle Ansicht geöffnet werden. Achte also darauf, wenige Bilder und Bilder mit wenig Datenmenge zu verwenden.

    Es kann auch sein, dass die Newsletter komplett ohne Bilder angezeigt werden. Auch hier müssen die Leser*innen durch einen extra-Klick bestätigen, dass sie den kompletten Newsletter angezeigt bekommen wollen.

    Euer Newsletter muss also auch ohne Bilder funktionieren!

    5.) Abonnent*innen sammeln

    Eine der größten Themen beim Newsletter ist es, eine Adressliste aufzubauen. Wir müssen also:

    • Permanent auf den Newsletter und seinen Mehrwert hinweisen, z.B. auf Social Media
    • Den Newsletter verlinken, z.B. auf der Website, Linktree Instagram usw.
    • Ihr braucht zwingend ein leicht zu findendes Anmeldeformular

    Bitte kauft keine Abonnenten. Sie tun nichts für die Performance eures Newsletters oder für euren Absatz! Und verschickt den Newsletter nicht an Menschen, die ihn nicht ausdrücklich angefordert haben. Ihr dürft nicht einfach Mailadressen verwenden und in euren Verteiler aufnehmen.

    Ihr benötigt zwingend einen Double-Opt-In-Prozess, d.h. der Leser meldet sich für euren Newsletter an und muss dann im zweiten Schritt bestätigen. Ihr kennt das. Newsletter-Tools haben dafür einen klaren Prozess. Du musst ihn nur Schritt für Schritt befolgen und am Ende hast Du dein Newsletter-Anmelde-Formular, z.B. zum Einfügen auf Deiner Website.

    6.) Kontinuität schlägt alles

    Viele starten ihren Newsletter, weil sie es großartig finden, einen zu haben. Über Strategie und Ziel haben wir bereits gesprochen.

    Ich gehe noch einen Schritt weiter: Bevor du den ersten Newsletter verschickst, sollten die Struktur für alle Deine Newsletter bereits stehen UND aus meiner Sicht die nächsten 10 Mailings zu 80% fertig sein.

    Denn was passiert im Arbeitsalltag: Stressige Phasen, dringende Aufträge, Deadlines, krank, Urlaub usw. Es kommt also das Leben dazwischen und Du verlierst die Sache aus den Augen. Hier einige Tipps zusammengefasst:

    • Newsletter "auf Vorrat haben"
    • Arbeite mit einem Redaktionsplan/Ideensammlung
    • Arbeite mit Kategorien/gleichem Aufbau – das spart Dir Gehirnschmalz und viel Zeit
    • "Tiny Newsletter" statt keiner, d.h. lieber ein schlanker Newsletter, als keiner – jeder Touchpoint zählt
    • Nutze Dein CD – Wiedererkennungswert & spart Zeit, keine Experimente! Einmal festlegen und gut.

    Kontinuität schlägt Perfektion!

    7.) Rechtliches rund um den Newsletter

    Es gibt einiges zu beachten. Ich bin kein Rechtsanwalt und gebe keine Rechtsberatung. Hier ein paar wichtige Punkte:

    • Anmeldung für Abonnent*innen zwingend über Double-Opt-In (siehe oben)
    • Abmeldung (über Link im Footer, gut sichtbar, bitte nicht Schriftgröße 6 und gleiche Farbe wie Hintergrund)
    • Impressum (verlinken, i.d.R. zur Homepage)
    • Datensparsamkeit (so wenig Daten wie möglich erfassen! Ich erfasse nur die Mailadresse, das war's)
    • AVV = Auftragsverarbeitungsvertrag (mit eurem Tool-Anbieter schließen bzw. downloaden)

    Jetzt bleibt mir nur noch, Dir ein paar meiner Favourite-Newsletter zu empfehlen:

    Und jetzt viel Spaß mit Deinem neuen Newsletter! Wenn Du aus MV bist und Fragen hast, dann melde Dich gern. Entweder über einen der vielen Kanäle oder buch Dir einen Termin.

    Autorin: Judith Kenk. 2. März 2026

    Judith Kenk – Die Vernetzerin

    Judith Kenk – Die Vernetzerin

    Judith Kenk hilft Business-Frauen dabei, ein Netzwerk aufzubauen, das stetig Empfehlungen bringt, ehrliches Feedback und echten Support. 2017 gründete sie das Wirtschaftsnetzwerk Netzwerk Seenplatte und baute es innerhalb von sechs Jahren auf über 90 Mitglieder auf. Unter dem Namen "Die Vernetzerin" gibt Judith Kenk ihr Wissen rund um Netzwerk-Aufbau an Business-Frauen weiter – auf Instagram, auf LinkedIn und in ihrem Newsletter. Ihr erstes Buch, "Der Netzwerk-Kompass für Frauen", erscheint im Spätherbst 2026.